Unsere Chronik

Hier finden Sie einen detaillierten Einblick in die Vereinsgeschichte des Musikverein Liebenau.

  • 1925

    Gründung

    Der Musikverein Liebenau wurde im Jahr 1925 gegründet. Bei der Erstgründung ist die 34 Mann starke Musikkapelle in den wohltätigen Elternverein „Frohe Kindheit“ und den Kameradschaftsbund eingegliedert. Da der Musikverein in beiden Vereinen eine eher untergeordnete Rolle spielt und immer mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, entsteht der Gedanke zur Gründung eines selbstständigen Musikvereines mit eigenen Statuten.

  • 1935

    Am 20. März 1935 ist es dann soweit: Es kommt zur Gründung eines eigenen Musikvereines mit der Namensbezeichnung „Musikverein Liebenau und Umgebung“. Mit „Umgebung“ sind damals die Gemeinden Engelsdorf, Neudorf, Thondorf und wahrscheinlich auch noch Raaba gemeint.

    Am 20. September 1936 findet in der Grazer Messe das „Steirische Musikertreffen“ statt, an dem verschiedenste Ortskapellen, Feuerwehr-und Kameradschaftskapellen teilnehmen — unter ihnen auch der Musikverein Liebenau.

    Es gelang, sich einen dritten Platz unter 40 teilnehmenden Kapellen zu sichern, wobei eines der aufgeführten Stücke der „Japanische Laternentanz“ von Yoshimoto (Karl Zimmer, Pseudonym)… war. Dieser wurde beim Weihnachtskonzert 1996 zum 60jährigen Jubiläum dieses großen Erfolges wieder aufgeführt.

    Durch den Zweiten Weltkrieg wird die Aufbauarbeit im Musikverein Liebenau jäh zerschlagen, denn viele der Musiker müssen einrücken, zu viele von ihnen kehren nicht aus dem Krieg zurück. Da die Vereinstätigkeit nicht weiter ausgeübt werden kann, wird der Musikverein gegen Kriegsende behördlich aufgelöst. 
    Einige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg finden sich wieder einige Musiker zusammen und rufen den Musikverein sozusagen zum zweiten Mal ins Leben. Dabei stechen vor allem die Gebrüder Koller hervor, die sich intensiv um die Wiedergründung bemühen. Offiziell wird der Musikverein Liebenau am 26. Juni 1959 durch Zulassung der Vereinsbehörde abermals gegründet. 1962 tritt der Musikverein dem „Bund der Steirischen Blaskapellen“ bei. In den folgenden Jahren beteiligt sich der Musikverein Liebenau an unzähligen Veranstaltungen im Bezirk, scheut sich aber auch nicht, seine Musik in die ganze Steiermark, später ins ganze Bundesgebiet hinauszutragen.

    Am 15. Juni 1975 findet das Fest zum 50jährigen Bestandsjubiläum statt, und zwar im später noch oft frequentierten Hof der Zimmerei Luttenberger. Im Jahr 1977 übernimmt Kapellmeister Hermann Gödl die Leitung des Musikvereines. Unter seiner Führung sollte es in den folgenden Jahren zu vielen beeindruckenden Ereignissen kommen, vor allem zu einem großen Zuspruch der Jugend, sodass der Verein in den 1980er Jahren über etwa 40 Musikerinnen und Musiker verfügen wird.

    Herr Johann Luttenberger, Inhaber der Zimmerei Luttenberger und in den Anfangsjahren Musiker des Musikvereins Liebenau, wird zum Protektor, später zum Präsidenten des Musikvereins ernannt. Im Jahr 1978 wurde das erste Weihnachtswunschkonzert veranstaltet, damals noch im Festsaal des Gasthofes Schuchlautz (jetzt Dorfstube) in Thondorf im Süden von Graz. Die Initiative und die Idee wurde vom damaligen Obmann, Herrn Franz Weber, geboren und wurde zu einem fixen Bestandteil des Jahresprogrammes des Musikvereins und geradezu der Höhepunkt des musikalischen Jahres.

  • 1982

    1982 legt nach 13jähriger Obmanntätigkeit Herr Franz Weber seine Funktion zurück und wird zum Ehrenobmann ernannt, neuer Obmann wird Herr Ferdinand Laffer. Ebenfalls 1982 erreicht der Musikverein beim Wertungsspiel des Bezirk Graz einen „Sehr Guten Erfolg“. Eine seltsame Situation ergibt sich im Jahr 1984, da die Vereinsstatuten im Zuge einer außerordentlichen Generalversammlung geändert werden müssen: Bisher hatte in den Statuten der Begriff „Gemeinnützigkeit“ gefehlt. 
    Der 60. Geburtstag des Musikvereines im Jahr 1985 wird im damaligen „Bundesstadion Liebenau“ gefeiert; unter vielen Gastkapellen findet sich auch die Jugendkapelle aus Ebersbach/Fils bei Stuttgart, die erste ausländische Kapelle, mit der sich der Musikverein Liebenau eng befreundete. Die Freude an solchen Kontakten führt dazu, dass – auf Initiative der Musiker Johann Mitteregger und Christoph „Cicco“ Simon – eine enge und über die Jahre bis heute bestehende Freundschaft mit dem „Centro Instructivo Musical de Alfafar“ aus Valencia in Spanien begonnen wird.

    Nach 8 Jahren im Gasthaus Schuchlautz (Dorfstube) veranstaltete der Musikverein im Jahr 1986 sein Weihnachtswunschkonzert im neu eröffneten Festsaals des Gastofes „Grabenhof“. Ab 1987 fanden die Konzerte 5 Jahre lang im Speisesaal der HIB Liebenau statt, mit Sesselreihen und ohne Bewirtung während des Konzertes.

  • 1988

    1988 schafft der Musikverein eine eigene repräsentative Vereinsfahne an; dies wird aber nur durch die großzügige Unterstützung der Liebenauer Bevölkerung möglich. Zur Fahnenweihe im Hof der Zimmerei Luttenberger finden sich auch der Präsident und der Sekretär des CIM Alfafar ein. Im selben Jahr stattet der Musikverein Liebenau den Freunden in Ebersbach/Fils einen Gegenbesuch ab.

  • 1990

    1990 übernimmt Herr Stefan Schusteritsch die Leitung des Musikvereines. Unter seiner musikalischen Unterweisung wird im gleichen Jahr eine Langspielplatte produziert.  Im August 1990 besucht der CIM Alfafar (Spanien) zum zweiten Mal den Musikverein Liebenau, und zwar zu dessen 65jährigem Jubiläum. Im Zuge der Feier im Hof der Zimmerei Luttenberger führt der Musikverein erstmals in seiner Geschichte eine etwa viertelstündige Marschshow auf und erntet dafür große Anerkennung. Nach dem Weihnachtskonzert 1990 legt Herr Schusteritsch seine Funktion als Kapellmeister zurück.

  • 1991

    Anfang 1991 übernimmt Frau Karin Thaller die Stelle des Kapellmeisters und leitet – als Höhepunkt ihrer kurzen Tätigkeit als Dirigentin in Liebenau – das traditionelle Weihnachtswunschkonzert, um später die Leitung des Grazer Studentenblasorchesters „BläserVielharmoniE“ zu übernehmen.

    Herr Gerhard Hierhold folgt Frau Thaller als Kapellmeister nach. Unter seiner Leitung findet 1992 die Weihe der neuen und bis heute getragenen Tracht des Musikvereines statt. Der Bürgermeister von Alfafar (Valencia) gibt dem Musikverein Liebenau die Ehre seiner Anwesenheit bei der Trachtenweihe. Seit 1992 steht das Pfarrzentrum Liebenau-St. Paul als Veranstaltungsort für das Weihnachtswunschkonzert zur Verfügung.

    Im August 1993 geht es schließlich wieder nach Spanien, um dort die Freunde aus Alfafar zu besuchen.

    Diese innige Freundschaft wird zum Anlass genommen, den Teil des Fuchsenfeldweges, der zum Haus des Obmannes Ferdinand Laffer  führt, in „Alfafarweg“ umbenennen zu lassen. In einem kleinen Festakt wird die neue Straßentafel am 7. November 1993 offiziell enthüllt.

    1994 übernimmt Herr Francisco Hernández die Leitung des Musikvereines. Er stammt aus La Orotava, Teneriffa, und kam über José Vicente Herrera Romero, ehemaliger Kapellmeister des CIM Alfafar, Soloklarinettist des Symphonieorchesters Valencia und seit dem Weihnachtskonzert 2011 Ehrenmitglied des Liebenauer Musikvereines, in die Nähe unseres Musikvereines. Unter seiner Führung feiert der Musikverein zahlreiche bisher nicht gekannte Erfolge. Dazu zählt auch die erstmalige Teilnahme an einer Marschwertung (15.7.1994 in Semriach), wo in der Stufe D ein sehr guter Erfolg erzielt werden kann.

  • 1995

    Sein 70. Jähriges Bestandsjubiläum feiert der Musikverein Liebenau im August 1995, diesmal leider ohne Beteiligung der Freunde aus Spanien.  Im Juni 1996 erwartet der Musikverein interessanten Besuch: Das Orchester „Ludrasveitin Svanur“ aus Reykjavik (Island) hält sich für einige Tage in der Nähe von Graz auf; die Betreuung der Gäste übernimmt der Musikverein Liebenau, es wird gemeinsam konzertiert und gefeiert.
    Die „Agrupación Musical Orotava“ aus La Orotava, Teneriffa, der Heimatstadt von Mag. Francisco Hernández, besucht den Musikverein Liebenau im Sommer 1997. Ein geradezu historisches Konzert findet im Grazer Landhaushof statt: 650 Zuhörer sind begeistert vom gemeinsamen Konzert der beiden Blasorchester.

  • 1998

    1998 erfolgt schließlich der Gegenbesuch des Liebenauer Musikvereines in Teneriffa. Nach dem Rücktritt von Kapellmeister Mag. Francisco Hernandez übernahm im Herbst 1999 Kplm. Helmut Hofrichter die musikalische Leitung. Nun widmete sich der Musikverein schließlich bereits dem Fest zum 75. Bestandsjubiläum im Jahr 2000.

     

    Der darauffolgende Kapellmeister war Herr Prof. Franz Cibulka, in dessen Jahren wir viele seiner Stücke spielen durften und auch mit unserer musikalische Partnerkapelle aus Eisenerz einige sehr schöne Auftritte hatten.
    Frau Mag.a Elisabeth Reingruber übernahm dann als zweite Kapellmeisterin in der Geschichte des Musikverein Liebenau den Taktstock. Die Proben und auch die Auftritte waren sehr angenehm und musikalisch kamen wir, wie auch schon bei Ihren Vorgängern, sehr viel weiter.

  • 2009 - 2011

    Palmweihen, Weckrufe, Florianisonntag (2009 mit LH Voves), Fronleichnahmsprozession, Pfarrfest, Totengedenkfeier, Adventkranzweihe, Adventfeier vom ÖKB, Turmblasen. Zahlreiche Gratulationen (Mitglieder, Ehrenmitglieder) sowie aufgenommene Gratulationen, Begräbnisse.

    2009 – wichtigste Ereignisse: Generalversammlung, Hochzeit Elvira, 2. Liebenauer Musikbrunch in der Gärtnerei Edler, Raaba, LHH-Konzert, 80 Jahre Mariatrost – Bezirksmusikertreffen, Hochzeit Elisabeth und Peter, Gottfried Marak Geburtstag, JMLA-Prüfung, Bezirkskonzert Stift Rein, Konzertwertung Niklasdorf (Stufe B, sehr guter Erfolg), Weihnachtskonzert, Weihnachtsfeier

    2010 – wichtigste Ereignisse: Karin Stark Geburtstag, Goldene Hochzeit Ferdinand und Lore Laffer, Josef Hafner Geburtstag, Steirischer Panther-Verleihung und anschließend kleine Feier im Probelokal, Messe in St. Christoph, 3. Liebenauer Musikbrunch, Trachtensonntag der Steirerherz´n, Landesmusikfest Bruck (Abordnung), Verabschiedung Karl Stark, Landhaushof-Konzert, 85 Jahr –Feier in St. Paul,

    Nachdem Elisabeth überraschend Ihren Rücktritt bekanntgab, konnten wir über ihre Vermittlung den jungen Kapellmeister Daniel Lässer begrüßen, der uns mit sehr viel Taktgefühl musikalisch leitete. Wie auch bei allen übrigen bisherigen Kapellmeistern bedanken wir uns herzlich bei Elisabeth für ihre sehr angenehme und gute musikalischer Führung. 

    Kastanienbraten, Begräbnis Josef Hafner, 33. Weihnachtswunschkonzert , wir bekommen die zwei neuen Marketenderinnen Alexandra Grundner und Andrea Laffer, Weihnachtsfeier.

    2011 – wichtigste Ereignisse: JHV ÖKB Liebenau, Porsche Liebenau Frühschoppen, Ferdinand Laffer Geburtstag, Marschwertung Friedberg (Stufe D, ausgezeichneter Erfolg), Eröffnung Mutter-Kind-Zentrum in St. Christoph, Pfarrfest St. Paul, Chor-WM-Eröffnung in der Grazer Innenstadt mit Marschblock, Landhaushofkonzert mit zwei Chören anlässlich der Chor-WM, Begräbnis Ehrenobmann Ferdinand Laffer, Musikertreffen Fernitz, Amerikaner zu Besuch bei den Steirerherz´n im Grundnerhof, Spanisches Fest im Sommer bei Fam. Raith, Kastanienbraten, Weihnachts-Konzert, Konzertwertung (Stufe B, Ausgezeichneter Erfolg), Weihnachtsfeier

    Gesamt: 274 Ausrückungen (Proben u.a.), ca. 100 davon im Jahr 2011

    14 aktive Musiker sind in diesen 3 Jahren neu dazu gekommen